Vortrag von Dr. Ingo Harms – Nachtrag

Der Vortrag am 10. Februar über das Leben und Sterben des Heinrich R. aus Edewecht war von interessierten Edewechter Bürgern gut besucht. Die Bürger waren von dem Schicksal des Heinrich R. sehr betroffen, den älteren war die Familie R. bekannt, oder sie hatten als Kinder davon gehört. So war in dem kleinen Ort Edewecht die NS-Zeit und die Verstrickung ganz normaler Bürger mit dem System plötzlich ganz nah.
Sehr beeindruckend ist der Leserbrief eines jungen Zuhörers.

Der Gedenkkreis lädt ein – Vortrag von Dr. Ingo Harms

Der 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz ist uns ein Anlass für eine Vortragsreihe. Der erste Vortrag von dem Medizinhistoriker Dr. Ingo Harms findet in Edewecht, etwa 20 km westlich von Oldenburg, am 10. Februar um 19.30 Uhr statt. Hier lebte der Gastwirtssohn Heinrich R., der an den Folgen einer Zwangsterilisation mit nur 22 Jahren starb. Sie finden hier die Einladung und den Flyer.
Lesen Sie dazu in der Nordwest Zeitung (NWZ) diesen Artikel.
Zu diesem Vortrag laden wir Sie/Euch herzlich ein.

Erinnerung an zwei Opfer

Irmgard Bartels und Werner Fahrenholz heißen die zwei Menschen, an deren Schicksale mit neuen Veröffentlichungen in der Schriftenreihe der Gedenkstätte Ahlem der Region Hannover erinnert wird. Zwei grundsätzlich unterschiedliche Personen und doch haben sie zwei Dinge gemeinsam: Beide lebten in der Region Hannover und beide waren aus verschiedenen Gründen Opfer nationalsozialistischer Verfolgung.
Die Geschichte dieser beiden Opfer zeigt besonders an der Geschichte des Werner Fahrenholz, dass Verachtung und Diskriminierung der Opfer auch mit dem Ende der NS-Zeit nicht aufhörten.

Sonderausstellung zu NS-Krankenmorden und -Zwangssterilisationen

Wir machen Sie / Euch hiermit auf die Ausstellung

„erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus”

im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin aufmerksam. Die Ausstellung ist vom 26. März bis 13. Juli zu besichtigen.
Die Präsentation wird von einem vierteiligen Veranstaltungsprogramm begleitet.

Die Ausstellung wurde im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) erarbeitet und wird gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gezeigt.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus stand lange nicht auf der Agenda der psychiatrischen Fachgesellschaft in Deutschland. Dabei gehört diese Zeit zweifelsohne zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte der deutschen Medizin.

Vortrag: Zwangssterilisation im Nationalsozialismus

Der Gedenkkreis Wehnen e.V. lädt zusammen mit dem Behindertenbeirat Oldenburg und der Forschungsstelle GGS Universität Oldenburg zum Vortrag

Zwangssterilisation im Nationalsozialismus – die Rolle der Gesundheitsämter

von Dr. Norbert Boese ein.
Er weist beispielhaft auf die Rolle der NS-Gesundheitsbehörde der Stadt Delmenhorst hin, die keinen Aufwand scheute, „fortpflanzungsgefährliche“ Personen vor das „Erbgesundheitsgericht“ zu bringen.
Der Vortrag wird simultan von Gebärdendolmetscherinnen übersetzt. Wie in den vorangegangenen Vorträgen ist auch dieses Mal ein Ringschleifenverstärker vorhanden.
Der Vortag findet am Donnerstag, den 16. Mai 2013 um 19.00 Uhr im Kulturzentrum PFL in Oldenburg statt.
Alles Weitere entnehmen Sie bitte der Einladung im PDF Format.
Der nächste Vortrag ist am 13. Juni um 19.00 Uhr mit dem Titel Tuberkulose und Krankenmord von Dr. Alfred Fleßner.