Mitgliederversammlung und mehr

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung findet am 11. März um 17.00 Uhr im „blauen Salon“ in der Karl-Jaspers-Klinik statt.
Außer den notwendigen Wahlen gibt es drei interessante Vorträge mit diesen Themen:

Hanna Tilgner: das Gertrudenheim und das Kloster Blankenburg während der NS-Zeit

Dieter Gers: Zwangssterilisation

Ingo Harms: Hungertod und Profit – Wie aus den Krankenmorden in Wehnen Kapital geschlagen wurde.

Unsere Mitgliederversammlungen sind öffentlich. Mitglieder und Gäste sind herzlich eingeladen.
Die Tagesordnung finden Sie hier.

Schon bald…

….gibt es einen Vortrag von Dr. Ingo Harms:

Am 17. November 2015 um 20.00 Uhr in Wildeshausen, Altes Rathaus, Huntestr. 10

mit dem Titel „Wildeshauser Opfer des NS-Krankenmordes, ‚Euthanasie‘ in Wehnen und Blankenburg“.

Zehntausende psychisch kranke, geistig behinderte und sozial auffällige Männer, Frauen und Kinder fielen zwischen 1933 und 1945 der NS-Euthanasie zum Opfer. Die von den Nationalsozialisten propagierte deutsche „Volksgemeinschaft“ hatte für diese Menschen keinen Platz. Schon 1933 hatte die Fürsorgebehörde Vollmachten erhalten, um in den Anstalten Pflegekosten durch systematische Unterernährung zu sparen. Mehr als 1500 Patienten fielen dieser Entscheidung zum Opfer, unter Ihnen auch Menschen aus Wildeshausen und Umgebung. Weiterlesen

Gedenktag im September

In diesem Jahr begehen wir den Gedenktag für die Opfer der „Euthanasie“ in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen am 26. September 2015 um 14.00 Uhr.
Für die Gedenkfeier wurde uns, wie auch in den vergangenen Jahren, der Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen/Bad Zwischenahn zur Verfügung gestellt.

Das Motto für diesen Tag ist

„Wer vergisst, hat keine Zukunft“
(Eintrag aus dem Gästebuch in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“).

Herr Bensberg, Landrat Ammerland, und Herr Dr. Wagner, Geschäftsführer Niedersächsischer Gedenkstätten, werden die Grußworte, Herr Dr. Stierl, leitender Arzt Psychiatrie Lüneburg, wird den Festvortag

„Der Tatort als Gedenkort – zur Problematik einer „Euthanasie“-Gedenkstätte in einem Psychiatrischen Krankenhaus am Beispiel Lüneburg“

halten.

Herr Dr. Seeber und Herr Dr. Burkard aus Oldenburg übernehmen die musikalische Begleitung dieses Gedenktages.
Im Anschluss an die Gedenkfeier können Sie sich die neue Ausstellung in der „Alten Pathologie“ ansehen.
Die Einladung und das Programm sind als PDF Datei veröffentlicht. Beides darf gerne in Ihren Betrieben, in Ihrem Bekanntenkreis weiter gereicht werden. Wir freuen uns über viele Gäste!

Lesen Sie bitte auch den Artikel in der Oldenburger Seniorenzeitung „Herbstzeitlese“ in dem sehr anschaulich die Entstehung und weitere Geschichte des Gedenkkreises Wehnen dargestellt wird.

Nach dem Vortrag: Bethel in der NS-Zeit.

Der Vortrag in der Landesbibliothek Oldenburg
Bethel in der NS-Zeit. Die verschwiegene Geschichte,
hat zu einer regen Diskussion geführt.
Betroffenheit breitete sich aus, als die Referentin, die Juristin und Buchautorin Dr. Barbara Degen aus Bonn, von einer bislang unbekannten hohen Sterblichkeit unter den Kleinkindern des Betheler Krankenhauses Sonnenschein berichtete, die mehr als 2000 Opfer gefordert habe.
Sie leitete daraus ab, dass der Widerstand Pastor Bodelschwinghs gegen die NS-Krankenmorde ein Mythos sei. In Wahrheit, so Frau Dr. Degen, habe der Leiter der Betheler Anstalten von Beginn an kooperiert. Er sei von der Notwendigkeit rassenhygienischer Maßnahmen überzeugt gewesen. Seine vermeintliche Hinhaltepolitik unter dem Motto „Loyal, aber elastisch“ könne man in beide Richtungen auslegen, je nachdem, wem seine Loyalität gehörte. Weiterlesen

Vortrag: Bethel – die verschwiegene Geschichte

Der Gedenkkreis Wehnen e. V. und der Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V. laden zu einem Vortrag von Dr. Barabara Degen

„Bethel in der NS-Zeit. Die verschwiegende Geschichte“

am 30. Juni um 19.30 Uhr, Landesbibliothek, ein.

War Bethel wirklich ein Ort der Sicherheit für die Patienten der Bodelschwinghschen Anstalt während der NS-Zeit? Die Forschung von Dr. Barbara Degen bringt ganz neue Erkenntnisse.

Es war, wie in vielen Psychiatrien, der vorauseilende Gehorsam, der vielen Patienten das Leben kostete, auch in Bethel. Aus „Liebe“ wurde „Liebe zur Volksgemeinschaft“, das bedeutete den Tod für viele kranke, hilflose Menschen. Aus scheinbarer „Barmherzigkeit“ wurde zu Lasten der Kranken ein Sterilisations- und Tötungsgebot. So rechtfertigten auch die kirchlichen Einrichtungen ihre Zusammenarbeit mit dem Regime der Nationalsozialisten.

Das Verhalten der beiden großen Kirchen im damaligen Deutschland muss hinterfragt werden. So sah zum Beispiel der Pfarrer Heinrich Brinkmann dem Sterben in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt tatenlos zu. Seine Sorge galt lediglich dem mangelnden Platz für Gräber auf dem benachbarten Friedhof in Ofen.