Volkstrauertag, warum auch wir?

Weil auch unsere Angehörige dem Naziterror zum Opfer fielen.
In meiner Kinderzeit hieß dieser Tag „Heldengedenktag“, aber es waren keine Helden, nicht die vielen, meist jungen Leute, die in diesem furchtbaren, sinnlosen Krieg in den Tod geschickt wurden und auch nicht die tausende Patienten, die in den Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden.
Wir trauern um alle diese Menschen und fragen uns immer wieder WARUM? Aber wir fragen weiter, wer profitierte im Fall der verhungerten Menschen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen? Dazu zur Erinnerung dieser Artikel.
Wir werden, wie in den vergangenen Jahren, die Einladung von Pastor Raudonat annehmen, und an dem Gottesdienst in der Ofener Kirche am Volkstrauertag, dem 15. November, teilnehmen

17. November 2013 – Volkstrauertag

An diesem Tag findet in der Kirche in Ofen, Bad Zwischenahn, ein Gottesdienst statt, in dem auch der ermordeten Patienten in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen gedacht wird, dazu hier die Einladung von Herrn Raudonat, Pfarrer und Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Ofen.

„Gewalt ist ein schmerzvolles Thema geblieben, – in aller Welt, in der Geschichte, und leider auch in Häusern und auf unseren Straßen und in den Schulen. So gesehen ist der Volkstrauertag ein wichtiges Zeichen von Zivilcourage in unserer Zeit.

Die Kirchengemeinde lädt Sie ein zur traditionellen Feier des Volkstrauertages am
Sonntag, 17. November, um 10.00 Uhr in der Kirche zu Ofen
zum Gottesdienst und zur Kranzniederlegung an den Gedenkstätten.

Lassen Sie uns aber auch nicht vergessen, welchen hohen Preis unsere Vorfahren und ihre Familien gezahlt haben für die Verirrungen eines fanatischen Regimes. Voller Respekt und im stillen Gedenken der vielen Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Verachtung angeblich unwerten Lebens wollen wir innehalten im üblichen Getue: kein starrer Blick in die Vergangenheit – wohl aber ein liebevoller und wacher Blick auf Gestern und Heute. Es hilft uns, den Wert eines jeden Menschen zu ermessen und sicher auch den Wert unserer Tage.“

Der Gedenkkreis schließt sich dieser Einladung an und würde sich über Ihre/Eure Beteiligung freuen.