Neue Ausstellung in der „Alten Pathologie“

Mitglieder des Gedenkkreises haben in ehrenamtlicher Arbeit eine neue Ausstellung in der „Alten Pathologie“ in Wehnen geschaffen.

Am 19. Mai um 11.30 Uhr wird die Ausstellung mit der Begrüßungsrede von Dr. Jens-Christian Wagner, dem Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen und Geschäftsführer der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten (SNG) eröffnet.

Sie werden eine völlig veränderte Ausstellung vorfinden.

Ausstellungstafeln wurden in wochenlanger Teamarbeit entworfen und übersichtlich an die hell gestrichenen Wände angebracht. Der Sezierraum wurde in die Ausstellung integriert. Mit den Roten Büchern wurde Bewährtes beibehalten – sie erzählen vom Schicksal einzelner Patienten. Den Fotos der Opfer konnte ein würdiger Platz geschaffen werden.

Alle Interessierte, Mitglieder und Freunde des Gedenkkreises Wehnen sind zur Eröffnung herzlich eingeladen.
Lesen Sie dazu den Artikel in der Nordwestzeitung (NWZ).

Gedenktag 2014 – Rückblick

Der Gedenktag am 20. September war gut besucht. Viele Menschen treffen sich alljährlich an diesem Tag um Neues von der Arbeit des Gedenkkreises zu hören, aber auch zum Gedankenaustausch.
Wie immer gab es interessante Redebeiträge, dieses Mal von der Vorsitzenden Elke Harms-Kranich und der stellvertr. Landrätin des Landkreises Ammerland Susanne Miks.
Hedwig Thelen berichtete aus dem Leben der Paula Kleine, die als Psychiatriepatientin die NS-Zeit dank der Hilfe einer Ordensschwester überlebte und dann sehr viel später ab dem Ende der 80er Jahre ein menschenwürdiges Leben in Bremen führte.
Die Arbeit und damit die Zukunft des Gedenkkreises ist zur Zeit sehr schwierig. Unterstützung zur Erweiterung der Gedenkstätte ist durch die Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten (SNG) gewährt, jedoch nur mit einer Cofinanzierung durch entsprechende Institutionen in der unmittelbaren Region, und diese Unterstützung wurde bisher nicht zugesagt. Lesen Sie dazu auch den Artikel in der Nordwestzeitung (NWZ)

Mitgliederversammlung am 01. März 2014

Am Sonnabend, den 01. März, lädt der Vorstand des Gedenkkreises zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Die Veranstaltung findet um 14.00 Uhr im Café „Treffpunkt“ auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik statt. Mitglieder des Gedenk- und Förderkreises Wehnen  sowie Gäste sind herzlich eingeladen.
Neben den Regularien, wie Berichte aus dem vergangenen Geschäftsjahr und Vorstandswahlen, wird der Verein ein erweitertes Konzept zu seiner zukünftigen Arbeit vorstellen, siehe Tagesordnung (PDF).

Der Vorstand bittet um vorherige Anmeldung unter Tel. 0441 9992770 oder unter info(at)gedenkkreis.de.

Begegnungen mit Tätern und Tatorten 1933 – 1945

Die historisch ökologische Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg lädt zu diesem Seminar ein. Ärzte, Pflege- und Wachpersonal, und Wehrpflichtige, ganz „normale“ Menschen begingen furchtbare Verbrechen. Unfassbar ist, dass die Täter viel zu oft straffrei davon kamen.

Neben anderen Referenten hält Dr. Ingo Harms, Mitglied des Gedenkkreises Wehnen, am 14. Februar 2014 den Vortrag mit dem Titel

Persilscheine für die Täter in Weiß. Krankenhäuser als Tatorte der NS-Gewaltmedizin

Das gesamte Programm können Sie hier im PDF Format abrufen.

 

17. November 2013 – Volkstrauertag

An diesem Tag findet in der Kirche in Ofen, Bad Zwischenahn, ein Gottesdienst statt, in dem auch der ermordeten Patienten in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen gedacht wird, dazu hier die Einladung von Herrn Raudonat, Pfarrer und Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Ofen.

„Gewalt ist ein schmerzvolles Thema geblieben, – in aller Welt, in der Geschichte, und leider auch in Häusern und auf unseren Straßen und in den Schulen. So gesehen ist der Volkstrauertag ein wichtiges Zeichen von Zivilcourage in unserer Zeit.

Die Kirchengemeinde lädt Sie ein zur traditionellen Feier des Volkstrauertages am
Sonntag, 17. November, um 10.00 Uhr in der Kirche zu Ofen
zum Gottesdienst und zur Kranzniederlegung an den Gedenkstätten.

Lassen Sie uns aber auch nicht vergessen, welchen hohen Preis unsere Vorfahren und ihre Familien gezahlt haben für die Verirrungen eines fanatischen Regimes. Voller Respekt und im stillen Gedenken der vielen Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Verachtung angeblich unwerten Lebens wollen wir innehalten im üblichen Getue: kein starrer Blick in die Vergangenheit – wohl aber ein liebevoller und wacher Blick auf Gestern und Heute. Es hilft uns, den Wert eines jeden Menschen zu ermessen und sicher auch den Wert unserer Tage.“

Der Gedenkkreis schließt sich dieser Einladung an und würde sich über Ihre/Eure Beteiligung freuen.