Tuberkulose und Krankenmord in Oldenburg

Die Bekämpfung der Volkskrankheit Tuberkulose wandelte sich im Nationalsozialismus zu einer Bekämpfung der Kranken selbst. Als erblich vorbelastet, „asozial“ und „gemeinschaftsfremd“ stigmatisiert starben viele von ihnen in der Psychiatrie und in Zwangsasylierungseinrichtungen. Eine dieser Einrichtungen war das Kloster Blankenburg, das ab 1944 neben weiteren Tuberkulosekrankenhäusern von der Landesversicherungsanstalt (LVA) Oldenburg-Bremen geführt wurde. 2012 wurden in den Räumen der LVA umfangreiche Aktenbestände aufgefunden, die eine genauere Untersuchung der Tuberkulosemedizin in Oldenburg von der Endphase des Nationalsozialismus bis Mitte der 1950er Jahre ermöglichen. Weiterlesen

Vortrag aus der Reihe „Oldenburg und die NS-Medizin“

Am Donnerstag, den 13. Juni um 19.00 Uhr lädt der Gedenkkreis Wehnen , der Behindertenbeirat der Stadt Oldenburg und die Forschungsstelle GGS der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu dem Vortrag Tuberkulose und Krankenmord von Dr. Alfred Fleßner ein. Die Veranstaltung findet im PFL, Peterstraße 3 in Oldenburg statt.
Tuberkulose war eines der schwersten Gesundheitsprobleme der späten Kriegs- und frühen Nachkriegszeit. Viele der Erkrankten wurden während der NS-Zeit Opfer der „Euthanasie“.
Dr. Alfred Fleßner ist freiberuflicher Historiker und befasst sich seit 2005 mit Forschungen zur NS-Medizin in Oldenburg. Er gehört dem wissenschaftlichen Beirat des Gedenkkreises Wehnen an und ist Mitglied des internationalen Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und Zwangssterilisation.
Alles Weitere finden Sie in der Einladung.