Termine, Veranstaltungen, Ausstellungen

Wir geben hier eine Zusammenfassung der Termine und Veranstaltungen, sowie Publikationen im Gedenken an alle Verfolgten der NS-Zeit.

– Bilder aus der Prinzhorn Sammlung sind noch in einer Ausstellung bis zum 6. April in der Sammlung Scharf-Gerstenberg, Schlossstraße 70, 14059 Berlin; dann 1. Mai bis 15. August in Heidelberg, Museum Sammlung Prinzhorn, zu sehen. Lesen Sie dazu den Artikel von der Journalistin Sabine Lueken.

– auf Grund vieler Anfragen veröffentlichen wir eine Publikationsliste von Dr. Ingo Harms

Kranzniederlegung am Mahnmal zur Zwangsarbeit

Oldenburg gedenkt der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg

Zum Gedenken an die ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Oldenburg legt Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler am Samstag, 3. Mai, 14 Uhr, einen Kranz am Mahnmal zur Zwangsarbeit auf der Mahn- und Gedenkstätte des Friedhofs Oldenburg-Ohmstede, Rennplatzstraße, nieder.

Die Stadt Oldenburg lädt alle betroffenen und interessierten Bürgerinnen und Bürger zu diesem Moment des Erinnerns herzlich ein.

Seit 2006 findet die Kranzniederlegung jedes Jahr am 3. Mai statt, um den nach Oldenburg verschleppten Zwangsarbeiterinnen und -arbeitern zu gedenken. Das Datum wurde gewählt, weil die Stadt Oldenburg am 3. Mai 1945 kampflos an die Alliierten übergeben wurde. Noch am selben Tag konnten die kanadischen Truppen die eingesperrten Zwangsarbeiter aus den Lagern befreien. Über 12 Millionen Menschen leisteten im Zweiten Weltkrieg für Deutschland Zwangsarbeit.

Auf dem Friedhof Ohmstede befindet sich das größte Sammelgrab Oldenburgs für Opfer der Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Das am westlichen Rand des Friedhofs gelegene Mahnmal gestalteten fünf Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Gestaltung vom Bildungszentrum für Technik und Gestaltung (BZTG) anlässlich eines Besuchs überlebender Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Jahr 2004. Tafeln in deutscher, russischer, ukrainischer und polnischer Sprache informieren Besucherinnen und Besucher über die Gedenkstätte.

Heimatkunde – Verbrechen im Nationalsozialismus

Wir schreiben das Jahr 1941, die Nationalsozialisten sind in Deutschland an der Macht und Regierungsrat Carl Ballin, seines Zeichens im Vorstand des Landesfür-sorgeverbandes, rühmt sich, die Pflegesätze für Patientinnen und Patienten in der ihm unterstellten Heil- und Pflegeanstalt Wehnen von 3,25 auf 1,85 Reichsmark gesenkt zu haben.
Im „Dritten Reich“ kamen in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen mindestens 1500 Menschen durch jahrelange, systematisch praktizierte Unterernährung und mangelnde Pflege ums Leben.
Was geschah aber mit den eingesparten Geldern, wofür wurden sie verwandt?
Diese Fragen bewegen den Historiker Dr. Ingo Harms, der seit Jahren über ihren Verbleib forscht. Flossen sie u.a. in den Ausbau des Museumsdorfes in Cloppenburg, das zu der Zeit und bis 1961 unter der Verwaltung des Landesfürsorgeverbandes, des heutigen Bezirksverbandes Oldenburg, stand?
Lesen Sie dazu diesen Artikel in der Nordwest Zeitung (NWZ) vom 22.02.2014.
(D.R.)

9. und 10. November in Deutschland.

Vielen Menschen ist an diesen Tagen eher der Fall der Mauer 1989 in Erinnerung, als die Progromnacht vom 9. auf den 10. November 1938.

In dieser Nacht brannten in Deutschland, Österreich und auch in der damaligen Tschechoslowakei die Synagogen. Der 9. November ist der Tag, an dem organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte in Brand setzten. Es ist der Tag, an dem tausende Juden misshandelt, verhaftet oder getötet wurden. Spätestens an diesem Tag konnte jeder in Deutschland sehen, dass Antisemitismus und Rassismus bis hin zum Mord staatsoffiziell geworden waren. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten und schlimmsten Völkermord in der Geschichte der Menschheit.

In vielen Städten wird in verschiedenen würdevollen Feiern und Demonstrationen an diese Progromnacht erinnert. Dazu erreichte uns das Programm der Veranstaltungen der Stadt Nienburg.

In Oldenburg wird seit über 30 Jahren in einer besonderer Form an die Progromnacht erinnert. Jedes Jahr übernimmt eine Oldenburger Schule die Gestaltung dieses Tages. In diesem Jahr wird es die integrierte Gesamtschule IGS Flötenteich sein. Mittelpunkt der Oldenburger Veranstaltung ist der Schweigemarsch am 10. November um 15.00 Uhr vom Hof der heutigen Landesbibliothek bis zum Gefängnis, an dem viele OldenburgerInnen teilnehmen. Dies ist der Weg durch den die Oldenburger Juden am 10. November 1938 durch die Oldenburger Innenstadt vor ihrer Verhaftung getrieben wurden.

So wird dieser Teil der Oldenburger Geschichte vor dem Vergessen bewahrt. Es gibt sicher noch BürgerInnen unserer Stadt, die sich an diesen 10. November 1938 erinnern, aber sie waren damals überwiegend Kinder oder Jugendliche, und so ist es gut, dass heute Jugendliche diese Erinnerungsarbeit weiter führen.

Filmveranstaltung: VERBOTEN – VERFOLGT – VERGESSEN

Wir arbeiten bei verschiedenen Themen eng mit dem Internationalen Fluchtmuseum Oldenburg zusammen, deshalb veröffentlichen wir diese Einladung.

Der Fördervereins Internationales Fluchtmuseum e.V. Oldenburg lädt zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion zum Thema Protest gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland ein.
Es wird deutlich gezeigt, dass die Gesetzgebung in der Adenauer Ära hinsichtlich der Proteste ihre Wurzeln in der NS-Zeit hatte.
Der Nationalsozialismus war im Mai 1945 nicht schlagartig zu Ende, das ist am Beispiel dieses Filmes zu sehen.
Die Vorführung findet am Donnerstag, 23. Mai 2013, 20.00 Uhr im BIS-Saal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Uhlhornsweg statt.

Alles Weitere entnehmen Sie bitte der Einladung.