Gedenktag 27. Januar in Oldenburg

Am 27. Januar, dem Holocaust Gedenktag, erinnern wir an die während der NS-Zeit getöteten kranken und hilfsbedürftigen Menschen in Blankenburg am Stadtrand von Oldenburg.
Schüler der Oldenburger Waldorfschule besuchten vor 2 Jahren das Theaterstück „Blankenburg“. Danach, und durch die Forschung des Medizinhistorikers Dr. Ingo Harms, sowie durch einen Besuch der Gedenkstätte „Alte Pathologie“, wurde ihr Interesse an den Geschehnissen in Blankenburg geweckt. Es ist ihnen gelungen, Namen und Schicksal von 90 getöteten Patienten zu identifizieren.
Lotte Gott und Rasmus Helwig, Schüler der 11. Klasse der Waldorfschule, stellen die Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit in einem Vortrag am

27. Januar um 20.00 Uhr im Lambertussaal

der Lambertikirche in Oldenburg vor.

Vorher, um 18.30 Uhr findet ein Gottesdienst mit den Pastoren Michael Rupiper, Stefan Buss und Dr. Ralph Hennings in der Forumskirche St. Peter zum Gedenken der Opfer der nationalsozialstischen Gewalt statt.

Weitere Berichte über die Geschehnisse in Blankenburg finden Sie in der Zeit-online von 2008, Mediengruppe Kreiszeitung, Nordwestzeitung Oldenburg.

Volkstrauertag, warum auch wir?

Weil auch unsere Angehörige dem Naziterror zum Opfer fielen.
In meiner Kinderzeit hieß dieser Tag „Heldengedenktag“, aber es waren keine Helden, nicht die vielen, meist jungen Leute, die in diesem furchtbaren, sinnlosen Krieg in den Tod geschickt wurden und auch nicht die tausende Patienten, die in den Heil- und Pflegeanstalten ermordet wurden.
Wir trauern um alle diese Menschen und fragen uns immer wieder WARUM? Aber wir fragen weiter, wer profitierte im Fall der verhungerten Menschen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen? Dazu zur Erinnerung dieser Artikel.
Wir werden, wie in den vergangenen Jahren, die Einladung von Pastor Raudonat annehmen, und an dem Gottesdienst in der Ofener Kirche am Volkstrauertag, dem 15. November, teilnehmen

Nach dem Vortrag: Bethel in der NS-Zeit.

Der Vortrag in der Landesbibliothek Oldenburg
Bethel in der NS-Zeit. Die verschwiegene Geschichte,
hat zu einer regen Diskussion geführt.
Betroffenheit breitete sich aus, als die Referentin, die Juristin und Buchautorin Dr. Barbara Degen aus Bonn, von einer bislang unbekannten hohen Sterblichkeit unter den Kleinkindern des Betheler Krankenhauses Sonnenschein berichtete, die mehr als 2000 Opfer gefordert habe.
Sie leitete daraus ab, dass der Widerstand Pastor Bodelschwinghs gegen die NS-Krankenmorde ein Mythos sei. In Wahrheit, so Frau Dr. Degen, habe der Leiter der Betheler Anstalten von Beginn an kooperiert. Er sei von der Notwendigkeit rassenhygienischer Maßnahmen überzeugt gewesen. Seine vermeintliche Hinhaltepolitik unter dem Motto „Loyal, aber elastisch“ könne man in beide Richtungen auslegen, je nachdem, wem seine Loyalität gehörte. Weiterlesen

Wo blieb das Geld?

Mussten mehr als 1500 kranke und hilflose Menschen verhungern, damit sich die NSDAP, kulturelle Einrichtungen wie das Museumsdorf in Cloppenburg, ja, sogar die Energieversorgung (EWE) an den Verpflegungs- und Versorgungskosten bereicherten? Wurden hier Vermögen geschaffen, die bis in die heutige Zeit bestehen? Das wollen nicht nur die Angehörigen und Mitglieder des Gedenkkreises Wehnen wissen.
Verantwortlich für die Vergabe der Gelder war der Landesfürsorgeverband, Vorläufer des Bezirksverbandes Oldenburg (BVO).
Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V. und der Gedenkkreis Wehnen vergaben dazu einen Forschungsauftrag an den Medizinhistoriker Dr. Ingo Harms. Die Nordwestzeitung (NWZ) schrieb dazu.
Dazu auch das Interview mit Ulrich Hartig vom Förderverein internationales Fluchtmuseum, in der NWZ vom 13. April 2015 und der ausführliche Bericht in der Oldenburger Online Zeitung (OOZ) vom 14. April 2015.

Terminänderung!

Zu den nächsten Vorträgen „Militär und Euthanasie“ sowie „Bethel in der NS-Zeit. Die verschwiegende Geschichte“ musste aus organisatorischen Gründen eine Terminänderung vorgenommen werden.

Der Vortag „Militär und Euthanasie“ findet nicht am 7. Mai sondern am 27. Mai 2015 statt.
Der Vortrag „Bethel in der NS-Zeit. Die verschwiegende Geschichte“ findet nicht am 9. Juni sondern am 30. Juni 2015 statt.

Hier finden Sie die Beschreibungen, Ort und Zeit der Vorträge.