Tief beeindruckt

Schon seit vielen Jahren bieten wir Führungen für Gruppen aller Art, besonders aber für junge Menschen, an.

Schüler_innen der 9. Klasse des Gymnasiums Bad Zwischenahn/Edewecht nahmen dieses Angebot an und waren erschüttert über die Geschehnisse in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. In der Nachbereitung veröffentlichten sie diese Arbeit. Passend dazu auch der Bericht einer Schülergruppe aus dem Jahr 2014
Naziverbrechen in der unmittelbaren Umgebung? Das ist hier in unserer Heimat vielen Menschen nicht bekannt. Es macht betroffen, wenn die Verbrecher und Mörder nicht die irgendwie weit entfernten „Nazis“ waren, sondern Menschen, die wir vielleicht kannten, oder gar mit uns verwandt waren. Wie konnten Ärzte und Pflegende dem langsamen Sterben der ihnen anvertrauten Patienten mitleidlos zu sehen?
Dazu das Zitat von Dorothea Buck:

„Was nicht erinnert wird, kann jederzeit wieder geschehen, wenn die äußeren Lebensumstände sich entscheidend verschlechtern.“

Neueröffnung der Ausstellung in der „Alten Pathologie“

Die Eröffnung war ein voller Erfolg! Obwohl das Wetter nicht gut war und die Eröffnung mitten in der Woche statt fand, waren viele Besucher da. Die hiesige Presse war reichlich vertreten.

Hier finden Sie die verschiedenen Berichte:
Nordwestzeitung (NWZ),
Oldenburger Online Zeitung (OOZ),
Diabolo, das Oldenburger Stadtmagazin,
Der Oldenburger Huntereport,
dazu auch ein Filmbeitrag von Oeins.

Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Dr. Schilling, Bürgermeister der Gemeinde Bad Zwischenahn, da sich in dieser Gemeinde die Gedenkstätte befindet. Der BVO, Nachfolger des Landesfürsorgeverbandes und die Oldenburgische Landschaften waren, sicher aus terminlichen Gründen, nicht vertreten, aber zahlreiche Mitarbeiter, auch Patienten der Karl-Jaspers-Klinik, haben die Gelegenheit wahr genommen, sich über die Geschichte der NS-Zeit in ihrer Klinik zu informieren.
Gerne laden wir alle interessierten Menschen und Gruppen, wie z. B. Schulklassen, Studierende, Auszubildende u.a. zu Führungen nach Vereinbarung ein. Die Führungen werden von unserem wissenschaftlichen Beirat, Herrn Dr. Harms und Herrn Gers, begleitet.
Die Gedenkstätte „Alte Pathologie“ ist an jedem 1. Samstag im Monat von 12.00 – 16.00 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten werden von ehrenamtlichen Mitgliedern des Gedenkkreises betreut.

Der Unterhalt der Gedenkstätte, auch die Pflege der Euthanasie-Erinnerungstätte auf dem Ofener Friedhof, werden durch Spenden finanziert.