NS-Verbrechen in Blankenburg / Oldenburg

Was geschah zwischen 1937 und 1941 in Blankenburg, vor den Toren Oldenburgs? Kranke, behinderten Menschen wurden dort vernachlässigt und gequält. Sie starben einen langsamen grausamen Tod – und niemand hat sich dafür interessiert. Auch nicht in der Nachkriegszeit. Blankenburg ist im Gedächtnis der Oldenburger ebenso stigmatisiert wie Wehnen. Kaum jemand gibt gerne offen zu, dass es Angehörige gab, die als geistig Behinderte, chronisch psychisch Erkrankte oder süchtige Menschen an diesen Orten waren, auch das eine Folge der NS-Zeit.
Schüler der Oldenburger Waldorfschule gelang es 85 Patienten ihre Identität, und damit ihre Würde zurück zu geben. Von uns aus ein herzliches Dankeschön für dieses Engagement!
Die Nordwestzeitung (NWZ) und die Mediengruppe Kreiszeitung berichten.
Wir verweisen auf eine Ausstellung im Rathaus in Delmenhorst „Medizinverbrechen an Kindern zur NS-Zeit – Als „lebensunwert“ verurteilt und getötet, die noch bis zum 10.02.2015 geöffnet ist.

10 Jahre Alte Pathologie

Dazu veröffentlichte die Nordwest Zeitung (NWZ) diesen Artikel.
Im April 2004 wurde die Gedenkstätte Alte Pathologie eröffnet. Schon damals gab es in der NWZ einen ausführlichen Bericht.
Inzwischen hat sich die Gedenkstätte zu einem außerschulischen Lernort entwickelt, der von vielen Schulklassen wahrgenommen wird.
Weiter werden Führungen für Gruppen aller Art angeboten.
Sie erfahren am Gedenktag, 20. September mehr über die Arbeit des Gedenkkreises, zu dem alle interessierten Menschen herzlich eingeladen sind

27. Januar – internationaler Holocaust Gedenktag

Am 27 Januar 2014 jährt sich zum 68. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee. Seit 1996 beinhaltet dieses Datum den „Internationalen Gedenktag des Holocaust“ und ist damit Anlass für die so wichtige Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus geworden. Neben dem Gedenken beinhaltet der 27. Januar die Gelegenheit, aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Art von Diskriminierung aufzurufen.
>Durch die Forschungen der Oldenburger Historiker Dr. Ingo Harms und Dr. Alfred Fleßner wurden die Verbrechen der NS-Zeit in dem früheren Landeskrankenhaus Wehnen der breiten Öffentlichkeit bekannt. Mitarbeiter der Verwaltung, Ärzte und Pflegepersonal haben von 1937 bis 1945 bei den Krankenmorden aktiv mitgewirkt.
Der UWG Edewecht hat sich ganz bewusst diesen Tag für einen Besuch in der Gedenkstätte Wehnen ausgesucht. Die Begleitung durch die Ausstellung und über das Klinikgelände mit Besuch der Euthanasie-Erinnerungsstätte auf dem benachbarten Friedhof der Ofener Krichengemeinde übernimmt Dr. Ingo Harms. Die Veranstaltung ist öffentlich.
Der Gedenkkreis Wehnen bietet qualifizierte Begleitungen für Besuchergruppen aller Art an. Zur Anmeldung wenden Sie sich bitte an info(at)gedenkkreis.de.

17. November 2013 – Volkstrauertag

An diesem Tag findet in der Kirche in Ofen, Bad Zwischenahn, ein Gottesdienst statt, in dem auch der ermordeten Patienten in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen gedacht wird, dazu hier die Einladung von Herrn Raudonat, Pfarrer und Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Ofen.

„Gewalt ist ein schmerzvolles Thema geblieben, – in aller Welt, in der Geschichte, und leider auch in Häusern und auf unseren Straßen und in den Schulen. So gesehen ist der Volkstrauertag ein wichtiges Zeichen von Zivilcourage in unserer Zeit.

Die Kirchengemeinde lädt Sie ein zur traditionellen Feier des Volkstrauertages am
Sonntag, 17. November, um 10.00 Uhr in der Kirche zu Ofen
zum Gottesdienst und zur Kranzniederlegung an den Gedenkstätten.

Lassen Sie uns aber auch nicht vergessen, welchen hohen Preis unsere Vorfahren und ihre Familien gezahlt haben für die Verirrungen eines fanatischen Regimes. Voller Respekt und im stillen Gedenken der vielen Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Verachtung angeblich unwerten Lebens wollen wir innehalten im üblichen Getue: kein starrer Blick in die Vergangenheit – wohl aber ein liebevoller und wacher Blick auf Gestern und Heute. Es hilft uns, den Wert eines jeden Menschen zu ermessen und sicher auch den Wert unserer Tage.“

Der Gedenkkreis schließt sich dieser Einladung an und würde sich über Ihre/Eure Beteiligung freuen.