70 Tage in Niedersachsen

In den letzten Kriegswochen eskalierte der NS-Terror – inmitten der deutschen Gesellschaft. Die Befreiung bereits vor Augen, fielen den Massakern und Todesmärschen in den letzten Tagen des Krieges Hunderttausende KZ-Häftlinge, Kriegs- und Strafgefangene, Zwangsarbeiter und andere Verfolgte des NS-Regimes zum Opfer – überall im damaligen Deutschen Reich, insbesondere aber auch auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsens, das erst spät von den alliierten Truppen besetzt wurde.

Anfang Februar erscheint im Wallstein Verlag Göttingen das Buch

„70 Tage Gewalt, Mord, Befreiung. Das Kriegsende 1945 in Niedersachsen“

herausgegeben im Auftrag der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten von Jens-Christian Wagner. Die Publikation beinhaltet die leicht überarbeiteten Beiträge eines Blogs, der anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes im vergangenen Frühjahr erarbeitet wurde.

„Kindereuthanasie“ in Waldniel

Heute wurde dieser Bericht des ZDF auf unsere Facebookseite gepostet.
Wie viele solcher ehemaliger „Heil- und Pflegeanstalten“ mag es in Deutschland noch geben?
Kalt und ohne Mitgefühl ist auch das Verhalten der zuständigen Behörde, die festgestellt hat, dass „Fremdverschulden nicht festzustellen ist“
Die Verbrechen in Waldnied wurden eher zufällig aufgedeckt, dafür ist dem Ehepaar Tauern und dem Autor des Buches „Das Kind ist nicht abrichtfähig“ – „Euthanasie“ in der Kinderfachabteilung Waldniel 1941 – 19432, erschienen im Böhlau-Verlag, ISBN-10:3-412-22274-7, Andreas Kinast zu danken.