Friedrichsfehner Jugendgruppe lädt ein.

Vor ein paar Wochen nahm die kirchliche Jugendgruppe aus Friedrichsfehn im Ammerland einem Seminar in der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ teil. Tief beeindruckt von den Verbrechen an kranken, hilfsbedürftigen Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus verfassten sie ganz persönliche Texte, die sie am

9. November 2016
20.00 Uhr im Gemeindehaus in Friedrichsfehn

im Rahmen einer Veranstaltung vorstellen.
Dazu laden die Jugendlichen die Mitglieder und Freunde des Gedenkkreises herzlich ein.
Die Einladung finden Sie hier im PDF Format.

Die Nordwestzeitung (NWZ) schreibt dazu diesen Artikel.

Kirche und Krankenmord.

Die Oldenburgische Landeskirche als Zuschauerin bei der NS-„Euthanasie“.

In diesem Kurs der Volkshochschule Oldenburg gibt der Historiker Ingo Harms einen „Werkstattbericht“ über seine Untersuchungen zur damaligen Haltung von Pfarrern, Landeskirche und Diakonie zum NS-Krankenmord – mit Bezug auf heutige Reaktionen.
Wir informieren Sie über den Vortrag am

16. November 2016 von 18.00 – 20.45 Uhr in der VHS Oldenburg.

Blick auf den Gedenktag 2016

Der Gedenktag begann am Denkmal auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik. dscf2527Hanna Tilgner las aus den „Roten Büchern“ das Schicksal einer jungen Patientin aus der damaligen Heil- und Pflegeanstalt vor. Es berührt uns auch 70 Jahre nach der NS-Zeit sehr, wie ein junger Mensch qualvoll über eine lange Zeit zu Tode gebracht wurde.

Zu unserem diesjährigen Motto: „Was trieb die Täter an?“ lieferte der prominente Arzt, Psychiater und Soziologe Prof. Dr. Dr. Dörner einen Abriss der Geschichte der Psychiatrie von ihren Anfängen um 1800 bis zur Verstrickung in die Krankenmorde im „Dritten Reich“. Er hob hervor, dass angehende Ärzte bis 1850 kein Physikum, sondern ein Philosophikum absolvieren mussten. Dann setzte sich die Überzeugung durch, dass die Ärzte zu den Naturwissenschaftlern zählten. Gleichzeitig habe sich die Meinung durchgesetzt, dass sich der Wert des Menschen an der Leistung bemisst. Wer nichts zur Gesellschaft beitragen könne, sei auch weniger wert, so hätten besonders Ärzte und Psychiater zu denken begonnen. Schon im Ersten Weltkrieg habe man die Anstaltspatienten ausgehungert, so dass 70.000 daran gestorben seien. Unter den Nazis wurden mindestens dreimal so viele Patienten umgebracht, und Prof. Dörner betonte, wie bereitwillig sich die deutsche Psychiatrie dafür eingesetzt hat. Sein Vortrag endete mit der provokanten Frage, ob der systematische Krankenmord ein Nazi-Programm oder ein Psychiatrie-Programm war. Weiterlesen

„Wo fängt es an – wo hört es auf?“

Unter diesem Motto begehen wir am 1. September 2016 unseren Gedenktag.
Am 1. September 1939 erließ Adolf Hitler den sog. Gnadentoderlass und eröffnete damit die „Euthanasie“, das Morden an hilfsbedürftigen kranken Menschen.

Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner wird den Festvortrag halten. Schon 2001 hielt Prof. Dörner zur Einweihung des Mahnmals auf dem Gelände der heutigen Karl-Jaspers-Klinik diesen Vortrag.
Für den musikalischen Beitrag konnten drei Musiker des Ensembles Windspiel gewonnen werden.
Alles Weitere finden Sie im Programm des Gedenktages 2016.

Fremdenhass, rechtsradikale Entwicklungen geben uns Anlass, die Erinnerung an die Verbrechen im Nationalsozialismus wach zu halten. Dazu passend der Eintrag aus dem Gästebuch in der Gedenkstätte Alte Pathologie „Wo fängt es an – wo hört es auf?“.

Wir laden Sie zu unserer diesjährigen Gedenkfeier herzlich ein. Gerne dürfen Sie Einladung und Programm an Freunde und Interessierte weiter geben.

Pünktlich zum Gedenktag hat Dr. Ingo Harms sein Buch mit dem Titel Buchhaltung und Krankenmord, ISBN 978-3-8142-2344-5 zu dem Forschungsauftrag zum Verbleib der eingesparten Gelder der Hungermorde veröffentlicht. Dazu schreibt die hiesige Nordwest Zeitung (NWZ) und die Oldenburger Sonntagszeitung.
Sie können das Buch am Gedenktag erwerben.

Mitgliederversammlung und mehr

Unsere diesjährige Mitgliederversammlung findet am 11. März um 17.00 Uhr im „blauen Salon“ in der Karl-Jaspers-Klinik statt.
Außer den notwendigen Wahlen gibt es drei interessante Vorträge mit diesen Themen:

Hanna Tilgner: das Gertrudenheim und das Kloster Blankenburg während der NS-Zeit

Dieter Gers: Zwangssterilisation

Ingo Harms: Hungertod und Profit – Wie aus den Krankenmorden in Wehnen Kapital geschlagen wurde.

Unsere Mitgliederversammlungen sind öffentlich. Mitglieder und Gäste sind herzlich eingeladen.
Die Tagesordnung finden Sie hier.