Gedenkkreis Wehnen e.V.

Der Gedenkkreis Wehnen e.V. stellt sich vor

Gedenkkreis

Wir sind Angehörige von den Patienten, die zur NS – Zeit in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg (heute Karl-Jaspers-Kinik) ermordet wurden. Inzwischen sind neue Mitglieder dazu gekommen, deren Angehörige hier im Landeskrankenhaus unmittelbar nach der NS – Zeit „behandelt“ wurden bzw. verstorben sind.
Unser Kreis ist in seiner Entstehung in Deutschland einmalig, da er sich in seiner Gründung aus Betroffenen zusammen gesetzt hat.

Vorstand und wissenschaftlicher Beirat

Vorstand und wissenschaftlicher Beirat im Jahr 2016.

Vorstand und wissenschaftlicher Beirat im Jahr 2016.

  • Vorsitzender: Heinrich Pahl (Erster von links)
  • 1. stellvertretender Vorsitzender: Dieter Gers (Zweiter von rechts)
  • 2. stellvertretende Vorsitzende: Gertrud Knöttig (Dritte von rechts)
  • Kassenwart: Günter Gräber (Dritter von links)
  • Beisitzerinnen: Gerti Suntrup (Zweite von links), Hanna Tilgner (Erste von rechts) und Hedwig Thelen (nicht im Bild)
  • Wissenschaftlicher Beirat: Dieter Gers (Zweiter von rechts), Dr. Ingo Harms (nicht im Bild)

1997 veröffentlichte Herr Dr. Ingo Harms das Buch „Wat mööt wi hier smachten …“ – Hungertod und „Euthanasie“ in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen im „Dritten Reich“, (Druck- und Verlagscooperative; ISBN 3-925713-25-5).
Das war der Anstoß und damit der Beginn des Vereins. Endlich, mehr als 50 Jahre nach Ende des NS – Regimes, fanden Angehörige einen Kreis in dem sie ihre Erinnerungen austauschen konnten.

„Gnadentoderlass“

Der 01.09.1939 war nicht nur Kriegsbeginn, sondern auch offizielles Datum von Hitlers sogenanntem Gnadentoderlass. Somit wurde der 1. September zu unserem Gedenktag, das erste Mal am 01.09.2000. Seitdem findet an diesem Tag jährlich eine Gedenkfeier im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung statt.

Denkmal

Am 01.09.2001 wurde das Mahnmal, welches von der Künstlerin Traudl Knoess geschaffen wurde, auf dem Gelände des NLKH in einer würdigen Feier eingeweiht.

Gedenkstätte

Der 17.04.2004 ist das Datum der Einweihung unserer Gedenkstätte. Das kleine rote Backsteinhaus war früher die Leichenhalle und wurde während der NS–Zeit, und noch danach, als Pathologie genutzt.
Auch diese Einweihung geschah im Rahmen einer großen Feier, an der Vertreter aus Politik, dem Landeskrankenhaus, der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg sowie eine breite Öffentlichkeit teilnahmen.

Die Schaffung dieser Gedenkstätte konnte auf Grund von vielen privaten Spendern sowie Spenden von folgenden Institutionen:

realisiert werden.

Die „Stiftung niedersächsische Gedenkstätten“ förderte die Entwicklung einer Ausstellung in den Räumen der Gedenkstätte.

Ziele

Der Gedenkkreis arbeitet eng mit der Forschungsstelle Geschichte der Gesundheits- und Sozialpolitk der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zusammen. Es soll Studenten die Möglichkeit gegeben werden, sich im Rahmen ihrer Ausbildung an Forschungsprojekten zu beteiligen.
Diese Entwicklung der gemeinsamen Arbeit von Betroffenen und einer wissenschaftlichen Institution ist, wie Prof. Dr .Dr. Dörner, Mitbegründer des BEZ (Bund der „Euthanasie“ Geschädigten und Zwangssterilisierten) feststellte, in Deutschland einmalig,

Ein weiteres Ziel konnte realisiert werden: Die „Euthanasie“-Erinnerungsstätte auf dem benachbarten Ofener Friedhof ist fertig gestellt. Hier wurden mehr als 1000 zur NS-Zeit verstorbenen und ermordeten Patienten aus dem Landeskrankenhaus begraben. Angehörige können einen Stein beschriften lassen und dort zur Erinnerung niederlegen.

Die Erinnerung und dieser Teil der Geschichte des Oldenburger Landes soll besonders jungen Menschen nahe gebracht werden, deshalb finden Führungen für Schüler, Studenten  und Auszubildende statt. Das soll in Zukunft weiter ausgebaut werden, selbstverständlich auch für andere Gruppen.

Mitgliedschaft

Selbstverständlich können Sie Mitglied im Gedenkkreis Wehnen e. V. werden. Dazu schicken Sie uns bitte das ausgefüllte Mitgliedsformular postalisch zu. Sie können es hier im PDF-Format herunterladen.
Als Mitglied bekommen Sie Einladungen zu unseren Veranstaltungen wie Gedenktag und Mitgliederversammlung. Wenn Sie wünschen, können Sie auch im Gedenkkreis ehrenamtlich mit uns arbeiten. Wir freuen uns, Sie als neues Mitglied zu begrüßen.

Förderkreis

Wir finanzieren die Gedenkstätte durch Spenden und durch den Förderkreis. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich entschließen, diesem Förderkreis beizutreten.

Als Mitglied des Förderkreises wären Sie nicht zwingend Mitglied des Gedenkkreises. Sie würden aber zu unseren Veranstaltungen eingeladen werden. Lesen Sie dazu in unsere Satzung § 7 und § 8.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, finden Sie hier das Formular zur Mitgliedschaft im Förderkreis. 

Spendenkonto

Sie können uns auch direkt unterstützen. Dafür steht das folgende Spendenkonto zur Verfügung:

Kontoinhaber: Gedenkkreis Wehnen e.V.
IBAN: DE83 2802 0050 1144 9493 00
BIC OLBODEH2XXX
Kontonummer: 114 4949 300
Bankleitzahl: 280 200 50
Oldenburgische Landesbank (OLB)

Der Gedenkkreis Wehnen e.V. ist vom Finanzamt Westerstede als gemeinnützig und damit als förderungswürdig anerkannt. Auf Wunsch stellen wir gerne eine Spendenbescheinigung aus.
Nach Rücksprache unter der Telefonnummer 0441 9992770 oder via E-Mail, stehen wir innerhalb der Öffnungszeiten oder nach Absprache zu Gesprächen und Führungen zur Verfügung.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Satzung (im PDF-Format).

Unsere Öffnungszeiten:

  • Mittwoch, 12:00 bis 16:00 Uhr
  • Donnerstag, 12:00 bis 16:00 Uhr
  • Samstag, 12:00 bis 16:00 Uhr
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