Brasilianische Besuchergruppe in der Gedenkstätte Wehnen

Am 24. September 2018 erhielt die Gedenkstätte Alte Pathologie Wehnen Besuch aus Brasilien. Auf den Spuren ihres Großvaters Albert Gergull, der im Jahr 1943 in Wehnen verstarb, hat sich Mara Weimann-Gergull mit einer Reisegruppe auf den Weg nach Wehnen begeben.

Albert Gergull war einer von 1500 Patienten, deren Tod in die Zeit der Hunger-Morde in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen fiel. Durch Beschlüsse der oldenburgischen Landräte und Oberbürgermeister hatte der Landesfürsorgeverband Oldenburg die Lebensmittel für die Patienten auf ein tödlich geringes Maß gesenkt.

Frau Weimann-Gergull möchte den Ort des Leidens und Sterbens ihres Großvaters besuchen und sich bei den Mitarbeitern der Gedenkstätte dafür bedanken, dass sie und ihre Familie heute detaillierte Informationen über das Schicksal ihres Großvaters besitzen.

Die Gedenkstätte Wehnen hat bereits eine Reihe von internationalen Suchaufträgen bearbeitet und Ausküfte erteilt, aber dennoch ist ein Besuch aus Übersee kein alltägliches Ereignis. Für die Mitarbeiter ist er eine Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit, mit der die Gedenkstätte Wehnen, die im Jahr 2004 ihren Betrieb aufnahm, den Opfern der oldenburgischen Krankenmode ein bleibendes Denkmal gesetzt und einen Ort der Dokumentation und Bildung geschaffen hat.

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