NS-Verbrechen in Blankenburg / Oldenburg

Was geschah zwischen 1937 und 1941 in Blankenburg, vor den Toren Oldenburgs? Kranke, behinderten Menschen wurden dort vernachlässigt und gequält. Sie starben einen langsamen grausamen Tod – und niemand hat sich dafür interessiert. Auch nicht in der Nachkriegszeit. Blankenburg ist im Gedächtnis der Oldenburger ebenso stigmatisiert wie Wehnen. Kaum jemand gibt gerne offen zu, dass es Angehörige gab, die als geistig Behinderte, chronisch psychisch Erkrankte oder süchtige Menschen an diesen Orten waren, auch das eine Folge der NS-Zeit.
Schüler der Oldenburger Waldorfschule gelang es 85 Patienten ihre Identität, und damit ihre Würde zurück zu geben. Von uns aus ein herzliches Dankeschön für dieses Engagement!
Die Nordwestzeitung (NWZ) und die Mediengruppe Kreiszeitung berichten.
Wir verweisen auf eine Ausstellung im Rathaus in Delmenhorst „Medizinverbrechen an Kindern zur NS-Zeit – Als „lebensunwert“ verurteilt und getötet, die noch bis zum 10.02.2015 geöffnet ist.

Newess – Neuigkeiten

Zum Gedenken an die Befreiung des Kozentrationslagers Auschwitz/Birkenau stellen Ihnen/Euch die Veranstaltungsreihe des „Freundeskreis für Sinti und Roma in Oldenburg e.V.“ vor. Der 27. Januar ist ein ganz besonderer, leider viel zu wenig geachteter Gedenktag. Vor 70 Jahren befreite die russische Armee das Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau. Viele Sinti und Roma, auch aus Oldenburg und Umgebung, wurden dort ermordet.

„Ich wünsche mir, dass der 27. Januar zu einem Gedenktag des deutschen Volkes, zu einem wirklichen Tag des Gedenkens, ja des Nachdenkens wird. Nur so vermeiden wir, dass er Alibi-Wirkungen entfaltet, um die es uns am allerwenigsten gehen darf.“
Zitat Bundespräsident Roman Herzog

Was bewegt uns als Gedenkkreis zur Veröffentlichung dieser Veranstaltungsreihe? Wir haben vieles gemeinsam. Auch unsere hilfsbedürftigen Angehörige wurden ermordet, auch bei uns gab es ein Jahrzehnte langes Schweigen über das Schicksal unserer ermordeten kranken Angehörigen. Auch wir Nachkommen haben noch lange nach der NS-Zeit Unverständnis, auch Stigmatisierung, erfahren.

Deshalb laden wir Sie/Euch herzlich zu den Vorträgen vom 27. Januar bis 1. Februar des Freundeskreis für Sinti und Roma ein. Themen und Referenten sind im Flyer Seite 3 veröffentlicht.

Neue Forschungen zur NS-Medizin mit Schwerpunkt Oldenburg

Im vergangenen Herbst ist ein Forschungsband zu neuen Erkenntnissen über die NS-Krankenmorde mit dem Titel
Forschungen zur Medizin im Nationalsozialismus, Vorgeschichte – Verbrechen – Nachwirkungen“
erschienen, der auf eine Fachtagung in der Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen zurückgeht. Thematischer Schwerpunkt der Tagung, die von der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten veranstaltet wurde, waren die Ereignisse in den Heil- und Pflegeanstalten Wehnen und Lüneburg. Die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen war das Zentrum der Morde an psychisch Kranken der gesamten Nordwest-Region. Der Forschungsband ist dem 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und der Beendigung des Zweiten Weltkrieges durch die Alliierten gewidmet.
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