Heimatkunde – Verbrechen im Nationalsozialismus

Wir schreiben das Jahr 1941, die Nationalsozialisten sind in Deutschland an der Macht und Regierungsrat Carl Ballin, seines Zeichens im Vorstand des Landesfür-sorgeverbandes, rühmt sich, die Pflegesätze für Patientinnen und Patienten in der ihm unterstellten Heil- und Pflegeanstalt Wehnen von 3,25 auf 1,85 Reichsmark gesenkt zu haben.
Im „Dritten Reich“ kamen in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen mindestens 1500 Menschen durch jahrelange, systematisch praktizierte Unterernährung und mangelnde Pflege ums Leben.
Was geschah aber mit den eingesparten Geldern, wofür wurden sie verwandt?
Diese Fragen bewegen den Historiker Dr. Ingo Harms, der seit Jahren über ihren Verbleib forscht. Flossen sie u.a. in den Ausbau des Museumsdorfes in Cloppenburg, das zu der Zeit und bis 1961 unter der Verwaltung des Landesfürsorgeverbandes, des heutigen Bezirksverbandes Oldenburg, stand?
Lesen Sie dazu diesen Artikel in der Nordwest Zeitung (NWZ) vom 22.02.2014.
(D.R.)

Mitgliederversammlung am 01. März 2014

Am Sonnabend, den 01. März, lädt der Vorstand des Gedenkkreises zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein. Die Veranstaltung findet um 14.00 Uhr im Café „Treffpunkt“ auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik statt. Mitglieder des Gedenk- und Förderkreises Wehnen  sowie Gäste sind herzlich eingeladen.
Neben den Regularien, wie Berichte aus dem vergangenen Geschäftsjahr und Vorstandswahlen, wird der Verein ein erweitertes Konzept zu seiner zukünftigen Arbeit vorstellen, siehe Tagesordnung (PDF).

Der Vorstand bittet um vorherige Anmeldung unter Tel. 0441 9992770 oder unter info(at)gedenkkreis.de.

Begegnungen mit Tätern und Tatorten 1933 – 1945

Die historisch ökologische Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg lädt zu diesem Seminar ein. Ärzte, Pflege- und Wachpersonal, und Wehrpflichtige, ganz „normale“ Menschen begingen furchtbare Verbrechen. Unfassbar ist, dass die Täter viel zu oft straffrei davon kamen.

Neben anderen Referenten hält Dr. Ingo Harms, Mitglied des Gedenkkreises Wehnen, am 14. Februar 2014 den Vortrag mit dem Titel

Persilscheine für die Täter in Weiß. Krankenhäuser als Tatorte der NS-Gewaltmedizin

Das gesamte Programm können Sie hier im PDF Format abrufen.