Mitgliederversammlung Gedenkkreis Wehnen e.V.

Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am 28.04.2012 um 14.00 Uhr im Café Treffpunkt auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik statt.
Zu dieser Versammlung sind nicht nur die Mitglieder des Gedenk- und Förderkreises Wehnen, sondern auch alle interessierten Personen eingeladen.
Neben den üblichen Regularien wird als besonderer Höhepunkt der Film „Geschichte im Nordwesten – Patientenmorde in Wehnen“ gezeigt. Dieser Film wurde von Studenten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg erstellt. „Man ist gestorben wurden“ so der Untertitel. Hier wird die Geschichte der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen (heute Karl-Jaspers-Klinik) während der NS-Zeit dargestellt.
Nach der Filmvorführung besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

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Verdienstmedaille für Edda Minssen: „Politische Anerkennung der Patientenmorde von höchster Ebene“

Am vergangenen Freitag erhielt die Vorsitzende des Gedenkkreis Wehnen e.V. Edda Minssen die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Ausgezeichnet wurde ihr langjähriges Engagement für den Gedenkkreis.
Hier eine Zusammenfassung der Medienresonanzen. Dieser Video-Beitrag von NWZ-TV dokumentiert die Überreichung der Medaille durch den Ammerländer Landrat Jörg Bensberg:

Die Nordwest-Zeitung erklärt den hohen Wert der Medaille und zitiert Edda Minssen: Sie ist etwas Besonderes, weil die Medaille für die Trägerin selbst „die politische Anerkennung der Patientenmorde von höchster Ebene ist“.“

NWZ-Redakteurin Anja Biewald fügt in einem Kommentar der Barßeler Print-Ausgabe der Zeitung hinzu:

Aufklärung, Wahrheit, Gerechtigkeit – das sind starke Ziele. Die Barßelerin Edda Minssen hat sie alle erreicht. Sie hat dazu beigetragen, die Verbrechen der Nationalsozialisten in der Heil- und Pflegeanstalt in Wehnen aufzudecken. Damit hat sie den Angehörigen der Opfer ein unschätzbares Geschenk gemacht: Klarheit über den Tod ihrer Verwandten. Um diese Öffentlichkeit herzustellen, hat Edda Minssen auch viel von sich selbst preisgegeben: Auch ihre Mutter verhungerte in Wehnen. Was das für sie bedeutet, teilt Edda Minssen öffentlich, um ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Danke dafür.

Edda MinssenDie Ammerländer Sonntagszeitung berichtet vom Festakt und geht auf die Laudationes von Bischof Jan Janssen, Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner und Thomas Kossendey ein.

Der Oldenburger Lokalteil schreibt unter anderem: „Der Gedenkkreis hält seit 15 Jahren die Erinnerung an die Patientenmorde in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen, der heutigen Karl-Jaspers-Klinik, wach.“

Sabine Weiss vom Huntereport schreibt: „„Unsere Mutter ist gestorben worden“ – Diese Aussage auf die Frage nach dem Tod der Mutter trieb Edda Minssen ein Leben lang an, nach der Wahrheit zu suchen.

„Für ihr unermüdliches Erinnern an die Menschen, die in der einstigen Heil- und Pflegeanstalt heimlich ermordet wurden“ hat Edda Minssen die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland bekommen, schreibt der Generalanzeiger.

Das Cloppenburger Wochenblatt titelt „Besondere Auszeichnung für Barßelerin Edda Minssen“ und berichtet vom Festakt.

Einen ausführlichen Beitrag gibt es auch bei der Kirchengemeinde Westerstede: „Edda Minssen erhielt Bundesverdienstmedaille für Engagement für den Gedenkkreis Wehnen e.V.“.

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Große Ehrung für die Vorsitzende Edda Minssen

Edda MinssenEdda Minssen wird am 13. April die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung durch den Ammerländer Landrat Jörg Bensberg verliehen.
Gewürdigt wird das langjährige ehrenamtliche Engagement von Edda Minssen für den Verein und damit gegen das Vergessen.
Der Gedenkkreis Wehnen e.V. lädt zu der Veranstaltung, die um 14 Uhr im Festsaal der Karl- Jaspers-Klinik beginnt, Mitglieder und Freunde des Vereins ein. Neben der Begrüßung durch den Historiker Dr. Ingo Harms wird der parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey (MdB) ein Dankeswort halten. Abgerundet wird die Veranstaltung durch Laudationes von Bischof Jan Janssen und Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner, Mediziner und Sozialpsychiater, sowie einem musikalischen Beitrag von Sina Cobi, Jonas Tacke (Gesang) und Jonas Mosebach (Piano).

Seit 15 Jahren erinnert Edda Minssen, sowie ehrenamtliche Mitglieder des Gedenkkreises, an die ermordeten Patienten der früheren Heil- und Pflegeanstalt Wehnen. Viele Gruppen, besonders junge Menschen, nehmen inzwischen an Führungen teil. Das Wissen um diese Verbrechen darf nicht verloren gehen, damit in Zukunft nie wieder Menschen mit psychiatrischen und psychischen Erkrankungen nicht behandelt, sondern für Ihr Leiden bestraft werden.
In diesem Sinne werden die ehrenamtlichen Mitglieder des Gedenkkreises weiter tätig sein.

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