Schüler in der Gedenkstätte

Schüler der Realschule Barßel besuchten die Gedenkstätte. Aus ihren Fragen war zu erkennen, dass sie sich gut vorbereitet hatten. Tief berührt nahmen sie die Berichte über die Krankenmorde während der NS-Zeit in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt auf. Ergänzend dazu lasen sie mit großem Interesse die ganz persönlichen Geschichten der Patienten in den „roten Büchern“.
Auch das Denkmal auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik und die „Euthanasie“-Erinnerungsstätte, symbolische Grabstätte für mindestens 800 Patienten, auf dem Ofener Friedhof wurden besichtigt. Lesen Sie dazu die Artikel der Nordwestzeitung (NWZ). In der Überschrift des Artikels hat sich jedoch ein Druckfehler eingeschlichen. Auf Grund der Forschung wurden 1500 Patienten ermordet.
Führungen mit Gruppen aller Art sind das Ziel des Gedenkkreises, damit die Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus nicht vergessen werden. Krankenmorde in einer Heil- und Pflegeanstalt vor den Toren Oldenburgs, das gehört zu unserer Geschichte und ist damit auch Heimatkunde.

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„Euthanasie – Wir haben geschwiegen!“

Endlich – nach fast 70 Jahren – kommt die Entschuldigung, die Bitte um Verzeihung der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde an die Opfer und deren Angehörige für das Leid und Unrecht, das ihnen angetan wurde.
Doch lesen Sie selbst den Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

In den 90er Jahren sind in ganz Deutschland Gedenkstätten, oft auf ehrenamtlicher Basis, entstanden. Zwei Generationen nach dem Ende der NS-Zeit war es für viele Angehörige möglich sich zu „outen“. Mussten erst alle Täter verstorben sein? Was war nach 1945?
Die Forschung der Nachkriegszeit bis in die heutige Zeit dürfte ein weiteres interessantes Kapitel sein.

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