Vortragsreihe – Oldenburg, Stadt der Wissenschaft 2009

Zur Aufarbeitung der oldenburgischen Erbgesundheitspolitik.
Die Verfolgung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.

In die nationalsozialistische Gesundheits- und Sozialpolitik mit ihren Gewaltmaßnahmen gegen Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen waren zahlreiche Berufsgruppen eingebunden: Von den Ärzten und Richtern über Schwestern, Pfleger, Hebammen und Hilfsschullehrer bis zu Heimleitern und Diakonissen. Die Vorträge setzen sich mit verschiedenen Aspekten der historischen Ereignisse und ihrer heutigen Bedeutung auseinander. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Archiv

Zwangssterilisation – Vortrag von Dr. Martin Finschow

Der Vortrag „Opfer, die keiner sieht“ von Dr. Martin Finschow war das zentrale Thema der diesjährigen Mitgliederversammlung des Gedenkkreises Wehnen.
Herr Dr. Finschow berichtete über die Zwangssteriisationen während der NS-Zeit im Oldenburger Land. Mehr als 2500 Menschen fielen diesem Verbrechen zum Opfer. Willkürliche Sozialauslese und Denunziationen waren die Grundlage. Ärzte, Richter und Kliniken arbeiteten zusammen mit so genannten „Erbgesundheitsgerichten“ an der Durchführung. Die Betroffenen hatten keinen Rechtsbeistand. Die Zwangssterilisationen wurden durch einen chirurgischen Eingriff oder durch Röntgenbestrahlung durchgeführt. Dabei kam es auch zu Todesfällen. Betroffenheit löste die Schilderung der Einzelfälle aus. Hierzu die Berichte der Nordwest Zeitung (NWZ) und der Oldenburger Allgemeine
Die Forschungsarbeit von Herrn Dr. Finschow ist als Buch im Isensee Verlag,
ISBN 978-3-89995-535-4 unter dem Titel „Opfer, die keiner sieht“ erschienen.

Veröffentlicht unter Archiv