Wir begrüßen Sie im Gedenkkreis Wehnen e.V.

Unser Gedenkkreis wurde nach der Veröffentlichung des Buches "Wat mööt wi hier smachten" (Autor Dr. Ingo Harms) von Betroffenen, deren Angehörige in der heutigen Karl-Jaspers-Klinik Wehnen während der Nazizeit ermordet wurden, gegründet.

Wir bieten allen interessierten Menschen Gelegenheit mit uns Kontakt aufzunehmen. Jedoch ist nicht Anklage oder gar Vergeltung unser Anliegen. Wir möchten den ermordeten Menschen im Gedenken ihre Würde zurückgeben.

Wir laden Sie hiermit herzlich ein sich auf unserer Webseite zu informieren.

Ihr Gedenkkreis Wehnen e.V.

Aktuelle Infos

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Samstag, 28. März 2009

Vortragsreihe – Oldenburg, Stadt der Wissenschaft 2009

Zur Aufarbeitung der oldenburgischen Erbgesundheitspolitik.
Die Verfolgung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen.

In die nationalsozialistische Gesundheits- und Sozialpolitik mit ihren Gewaltmaßnahmen gegen Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen waren zahlreiche Berufsgruppen eingebunden: Von den Ärzten und Richtern über Schwestern, Pfleger, Hebammen und Hilfsschullehrer bis zu Heimleitern und Diakonissen. Die Vorträge setzen sich mit verschiedenen Aspekten der historischen Ereignisse und ihrer heutigen Bedeutung auseinander. (weiterlesen …)

Donnerstag, 26. März 2009

Zwangssterilisation – Vortrag von Dr. Martin Finschow

Der Vortrag “Opfer, die keiner sieht” von Dr. Martin Finschow war das zentrale Thema der diesjährigen Mitgliederversammlung des Gedenkkreises Wehnen.
Herr Dr. Finschow berichtete über die Zwangssteriisationen während der NS-Zeit im Oldenburger Land. Mehr als 2500 Menschen fielen diesem Verbrechen zum Opfer. Willkürliche Sozialauslese und Denunziationen waren die Grundlage. Ärzte, Richter und Kliniken arbeiteten zusammen mit so genannten “Erbgesundheitsgerichten” an der Durchführung. Die Betroffenen hatten keinen Rechtsbeistand. Die Zwangssterilisationen wurden durch einen chirurgischen Eingriff oder durch Röntgenbestrahlung durchgeführt. Dabei kam es auch zu Todesfällen. Betroffenheit löste die Schilderung der Einzelfälle aus. Hierzu die Berichte der Nordwest Zeitung (NWZ) und der Oldenburger Allgemeine
Die Forschungsarbeit von Herrn Dr. Finschow ist als Buch im Isensee Verlag,
ISBN 978-3-89995-535-4 unter dem Titel “Opfer, die keiner sieht” erschienen.