Gesprächskreis am Donnerstag

Haben auch Sie einen Angehörigen verloren, der während oder auch nach der Nazi-Zeit in der

damaligen Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg Patient war?

Jeden Donnerstag finden Sie von 13.30 Uhr – 16.00 Uhr in der Gedenkstätte auf dem Gelände des Landeskrankenhauses Wehnen Ansprechpartner, die wie Sie betroffen sind.

Wenn es Ihnen möglich ist, bitten wir Sie vor dem Gespräch um Kontaktaufnahme unter (04499) 918919 oder (04486) 380 bzw. per E-Mail.
Selbstverständlich können Sie auch ohne Anmeldung zu uns kommen.

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Wohnungslose im Nationalsozialismus

Der Förderverein internationales Fluchtmuseum e. V. zeigt in Zusammenarbeit mit dem Gedenkkreis Wehnen e.V. die Ausstellung “Wohnungslose im Nationalsozialismus” in Oldenburg. Die GSG Bau- und Wohngesellschaft mbH Oldenburg stellt hierzu die Räumlichkeiten zur Verfügung.
“Viele mussten damals ihr Leben lassen”, sagte Edda Minssen vom Gedenkkreis Wehnen zur Eröffnung. Wohnungslose sowie andere „Asoziale” und Randgruppen wurden von den National- sozialisten als Ballastgesellschaft angesehen und verfolgt. Sie wurden Opfer von Verhaftungsaktionen, in Arbeitshäusern interniert und oftmals zwangssterilisiert. Besonders eindrucksvoll geschildert sind die Einzelschicksale von Obdachlosen, Gelegenheitsarbeitern oder Wandermusikern, die aus den damaligen Schriftstücken rekonstruiert werden konnten. “Es ist eines der vielen Nischenthemen, von denen fast niemand etwas weiß”, sagte Ulrich Hartig, Geschäftsführer des Fördervereins Inter- nationales Fluchtmuseum. Die Ausstellung soll besonders junge Menschen über die Zeit des Nationalsozialismus informieren. Um den Bezug zur Gegenwart herzustellen wird am Donnerstag, 13. September, ab 19.30 Uhr, der Sozialwissenschaftler Dr. Peter Szynka bei der Arbeitslosenselbsthilfe, Donnerschweer Straße 55, 26122 Oldenburg, einen Vortrag über “Wohnungslose in Oldenburg” halten.
Die Ausstellung kann bis zum 28. September im Foyer der GSG (Montag bis Mittwoch 8 bis 16.30 Uhr; Donnerstag 8 bis 17 Uhr; Freitag 8 bis 13 Uhr), Straßburger Straße, besichtigt werden. Führungen, auch für Schulklassen, können per Telefon oder Fax unter der Nummer 926 68 80 oder per Email an info at fluchtmuseum.de vereinbart werden.

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Gedenktag im September

Der diesjährige Gedenktag fiel mit dem 25jährigen Bestehen des Oldenburger Vereins zur Förderung der psychischen Gesundheit.e.V. (VPG) zusammen. Der VPG zeigt uns, wie anders heute mit behinderten Menschen umgegangen wird, eine gute Antwort auf die Verbrechen der NS-Zeit.
Dr. Ingo Harms, Autor des Buches „Wat mööt wi hier smachten….“ Hungertod und „Euthanasie“ in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen im „Dritten Reich“ schilderte in seinem Vortrag eindringlich, anhand von Beispielen, den qualvollen Hungertod, den viele Patienten in der damaligen Heil und Pflegeanstalt Wehnen erleiden mussten.
Der Gedenkkreis hofft, dass die Verbrechen von damals mehr in das Bewusstsein der Verantwortlichen der Stadt Oldenburg rücken. Die heutige Karl-Jaspers-Klinik liegt zwar im Ammerland aber auch direkt vor den Toren der Stadt Oldenburg. Ärzte der oldenburger Krankenhäuser und des oldenburger Gesundheitsamtes waren maßgeblich an den Verbrechen beteiligt. Die frühere Heil- und Pflegeanstalt Wehnen war während der NS-Zeit ein Ort des Schreckens im damaligen Oldenburger Land, und das soll unvergessen bleiben.

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