Wir begrüßen Sie im Gedenkkreis Wehnen e.V.

Unser Gedenkkreis wurde nach der Veröffentlichung des Buches "Wat mööt wi hier smachten" (Autor Dr. Ingo Harms) von Betroffenen, deren Angehörige in der heutigen Karl-Jaspers-Klinik Wehnen während der Nazizeit ermordet wurden, gegründet.

Wir bieten allen interessierten Menschen Gelegenheit mit uns Kontakt aufzunehmen. Jedoch ist nicht Anklage oder gar Vergeltung unser Anliegen. Wir möchten den ermordeten Menschen im Gedenken ihre Würde zurückgeben.

Wir laden Sie hiermit herzlich ein sich auf unserer Webseite zu informieren.

Ihr Gedenkkreis Wehnen e. V.

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Mittwoch, 06. September 2006

Gedenktag am 01. September 2006

Der 01. September ist der traditionelle Gedenktag für die während der NS-Zeit ermordeten Menschen in der ehemaligen “Heil- und Pflegeanstalt Wehnen”. So auch in diesem Jahr: Im Rahmen einer Feier lud der Gedenkkreis Wehnen e. V. seine Mitglieder und interessierte Bürgerinnern und Bürger zu einer Gedenkveranstaltung ein. Viele Menschen aus Oldenburg und Umgebung nahmen diese Einladung an.

Nachdem Dr. Prahm, Facharzt für Nervenheilkunde und Psychiatrie, sowie Vorsitzender des Oldenburger Vereins zur Förderung der psychischen Gesundheit, das Grußwort hielt, las Frau Minssen (Gedenkkreis Wehnen e. V.) Passagen aus dem Buch “Leuchtende Irrsteine, Das Branitzer Totenbuch. Euthanasie in einer katholischen Anstalt”. Die Autorin Dr. Barbara Degen konnte leider aus privaten Gründen nicht – wie ursprünglich geplant – persönlich an der Veranstaltung teilnehmen.
Zusammen mit der musikalischen Begleitung durch das Bremer Cello und Harfe Duo, Frau Steffen und Frau Pressl war diese Lesung sehr eindrucksvoll.

Anschließend stellte Dr. Ingo Harms vom Gedenkkreis Wehnen ein Patientenschicksal aus Barßel, geschehen in der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt, vor. Wie auch schon in den vergangenen Jahren sind persönliche Schicksale, die aus den vorhandenen Akten herausgehoben werden, sehr ergreifend und zeigen uns die Grausamkeit, ja auch die Gewalttätigkeit der damals machthabenden Ärzte.

Während der Veranstaltung wurde bekannt gegeben, dass das Forschungsprojekt in Kooperation mit der Universität Oldenburg durch das Land Niedersachsen genehmigt wurde. Hierzu folgen in Kürze weitere Infos an dieser Stelle.
Weitere kurzfristige Ziele sind die Gründung eines Förderkreises und eines Gesprächskreises.