Tuberkulose und Krankenmord in Oldenburg

Die Bekämpfung der Volkskrankheit Tuberkulose wandelte sich im Nationalsozialismus zu einer Bekämpfung der Kranken selbst. Als erblich vorbelastet, „asozial“ und „gemeinschaftsfremd“ stigmatisiert starben viele von ihnen in der Psychiatrie und in Zwangsasylierungseinrichtungen. Eine dieser Einrichtungen war das Kloster Blankenburg, das ab 1944 neben weiteren Tuberkulosekrankenhäusern von der Landesversicherungsanstalt (LVA) Oldenburg-Bremen geführt wurde. 2012 wurden in den Räumen der LVA umfangreiche Aktenbestände aufgefunden, die eine genauere Untersuchung der Tuberkulosemedizin in Oldenburg von der Endphase des Nationalsozialismus bis Mitte der 1950er Jahre ermöglichen.

Das Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung Bund fördert dazu jetzt ein zweijähriges Forschungsvorhaben. Dr. Alfred Fleßner, Historiker und Leiter des Projekts, sowie Christian Wolff, Stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Oldenburg-Bremen, stellten das Projekt der Öffentlichkeit vor.
Lesen Sie dazu den Artikel vom 5. September in der Nordwestzeitung (NWZ).

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